Bildung für nachhaltige Entwicklung

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) – Projekt der Kita „Spatzennest“ Großlittgen 2015/2016

Von einem Prinzip der Forstwirtschaft hat sich Nachhaltigkeit zu einem Leitbild für das 21. Jahrhundert entwickelt. Der Kerngedanke:

Zukünftige Generationen sollen dieselben Chancen auf ein erfülltes Leben haben wie wir. Gleichzeitig müssen die Chancen für alle Menschen auf der Erde fairer verteilt werden.

Seit diesen ersten Gedanken hat sich der Begriff der Nachhaltigkeit weiter entwickelt. Bezeichnete er damals Grundregeln der Forstwirtschaft, beschreibt er heute einen Weg, um die Welt im Gleichgewicht zu halten. Der Kerngedanke: Auf lange Sicht dürfen wir nicht auf Kosten der Menschen in anderen Regionen der Erde und auf Kosten zukünftiger Generationen leben. Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft beeinflussen sich gegenseitig. Es wird langfristig keinen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt ohne intakte Umwelt geben. Ebenso wenig wird es gelingen, die Umwelt effektiv zu schützen, wenn Menschen um ihre wirtschaftliche Existenz kämpfen müssen. Nachhaltigkeit berührt dabei alle Bereiche des Alltag.

  • Was bedeutet nachhaltige Entwicklung?
    Nachhaltige Entwicklung bedeutet alle Veränderungen in unserer Welt müssen so sein, dass Menschen heute und in Zukunft überall auf der Welt gut leben können.

  • Was lernen Kinder und Erwachsene mit Bildung für nachhaltige Entwicklung?
    Mit Bildung für nachhaltige Entwicklung lernen Menschen, welche Folgen ihr Verhalten für die Umwelt und das Leben von anderen Menschen hat.

In diesem Projekt widmen wir uns u.a. folgenden Fragen:

Wie können die Umwelt-Verschmutzung und der Klima-Wandel gestoppt werden? Wie kann das Problem gelöst werden, dass Menschen in manchen Ländern auf der Welt sehr gut und vielen Ländern auf der Welt nur schlecht leben können? Wie können Menschen besser über ihr Leben in der Zukunft mitbestimmen? Was kann jeder einzelne tun?

Der Einzelne erkennt durch BNE, dass sein Handeln Konsequenzen hat. Nicht nur für sich selbst und das eigene Umfeld, sondern auch für andere. Jeder kann etwas dazu beitragen, die Welt ein Stück zu verbessern. Dieses Denken ist dringend notwendig, um Veränderungen anzustoßen und drängende globale Probleme wie den Raubbau an der Natur oder die ungleiche Verteilung von Reichtum anzugehen.

Starten werden wir unser Projekt im Oktober mit einer Projektwoche. Dabei werden den Kindern verschiedene Themengebiete gruppenübergreifend angeboten. Innerhalb dieser Woche erarbeiten die Kinder und Erzieherinnen das Thema auf vielfältige Weise. Jede Projektgruppe wird sich mit Hilfe von Referenten und/oder Exkursionen mit ihrem Thema auseinander setzten.

Angeboten werden folgende Themen:

Wasser und Energie – Karin Falkenburg und Kornelia Pohl

Müll – Anita Müller und Daniela Leucht

(Regen)Wald schützen – Kerstin Jakobs,

Sophia Stolz und Elisabeth Möbius

Unsere Lebensmittel – Birgit Simon-Hayer und Carina Ludwig

Eltern und Interessierte, die sich in irgendeiner Weise beteiligen möchten, sind herzlich eingeladen dies zu tun und können sich gerne bei uns melden.

Wir hoffen mit der Projektwoche die Neugier und das Interesse an diesem wichtigen Thema bei den Kindern zu wecken. Anschließend soll sich diese Thematik durch das gesamte Kindergartenjahr wie ein grüner Faden ziehen. Wir werden verschiedene Gruppenaktionen, gruppenübergreifende Aktionen, Eltern-Kind Nachmittage oder Elternabende zum Thema Nachhaltigkeit gestalten und hoffen auf reges Interesse.

Mit freundlichen Grüßen

E. Möbius